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Niederrhein Gärtner

Verbene

Verbena

Verbenen bringen etwas mit, das im Balkonkasten selten ist: flache, dichte Blütendolden über feinem Laub, die dem Ganzen Struktur geben. Sie blühen von Mai bis zum ersten Frost und wachsen je nach Sorte hängend oder buschig aufrecht.

Verbenen sind unkompliziert, haben aber eine Eigenheit, die Sie kennen sollten: Sie verzeihen es schlecht, wenn sie einmal komplett austrocknen. Anders als eine Geranie erholt sich eine Verbene davon nicht vollständig, die vergilbten Blätter bleiben.

Korb mit lavendelfarbenen Verbenen an einer Gartenmauer

Verbenen bilden flache Blütendolden über feinem, geschlitztem Laub.

Standort
Sonnig bis leicht halbschattig, luftig
Blütezeit
Mai bis Oktober
Wuchs
Je nach Sorte hängend oder buschig
Gießen
Gleichmäßig, nie ganz austrocknen lassen
Düngen
Wöchentlich flüssig
Ausputzen
Verblühte Dolden abschneiden
Winterhart
Nein, verträgt keinen Frost
Hinweis
Nicht zum Verzehr geeignet

Der richtige Platz

Verbenen wollen Sonne, vertragen aber auch einen Platz mit etwas Schatten am Nachmittag. Wichtiger als die reine Sonnenmenge ist, dass die Pflanze luftig steht.

Verbenen neigen zu Mehltau, einem weißen, mehligen Belag auf den Blättern. Er tritt vor allem dort auf, wo Pflanzen dicht gedrängt stehen und die Blätter nach dem Gießen lange nass bleiben. Ein luftiger Platz mit etwas Abstand zu den Nachbarn ist die beste Vorsorge.

Gießen

Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht. Zwischen den Wassergaben darf es leicht abtrocknen, aber niemals ganz.

Nicht bis zum Welken austrocknen lassen. Bei Verbenen führt das zu bleibenden Schäden: Die Blätter vergilben und bekommen braune, abgestorbene Stellen, die auch nach dem Gießen nicht mehr verschwinden. Wer im Urlaub ist, sollte für diese Pflanze eine Bewässerung einplanen.

Gießen Sie an die Erde und nicht über das Laub. Nasse Blätter über Nacht sind die Einladung für Mehltau. Wenn Sie doch von oben gießen müssen, tun Sie es morgens, damit alles bis zum Abend abtrocknet.

Düngen

Einmal pro Woche Flüssigdünger für Balkonpflanzen, oder ein Langzeitdünger beim Einpflanzen. Verbenen sind keine extremen Vielfraße, brauchen aber über die lange Blütezeit stetigen Nachschub.

Ab Ende August die Gaben reduzieren.

Ausputzen und Rückschnitt

Schneiden Sie verblühte Dolden ab, sobald sie braun werden. Das hält die Pflanze sauber und regt neue Blüten an.

Wird die Pflanze im Hochsommer von innen kahl oder legt eine Blühpause ein, kürzen Sie sie um etwa ein Drittel ein und düngen nach. Nach zwei bis drei Wochen kommt der nächste Flor.

Bei besonders kompakten Sorten ist ein Rückschnitt selten nötig, sie bleiben von allein in Form.

Schön kombinieren

Verbenen sind hervorragende Partner in gemischten Kästen. Ihre flachen Dolden bilden einen Gegensatz zu den runden Blüten von Petunien und Zauberglöckchen, und ihr feines Laub lockert das Bild auf.

Achten Sie beim Kombinieren darauf, dass genug Luft zwischen den Pflanzen bleibt. Ein zu voll gestopfter Kasten ist bei Verbenen der schnellste Weg zum Mehltau.

Wenn die Saison endet

Verbenen sind bei uns einjährig. Mit dem ersten Frost endet die Saison. Ein Überwintern ist möglich, aber aufwendig und selten lohnend.

Alte Erde auf den Kompost, Kästen auswaschen. Bei Pflanzen, die Mehltau hatten, entsorgen Sie die Pflanzenreste besser im Hausmüll als auf dem eigenen Kompost.

Die drei häufigsten Fehler

  1. Einmal komplett austrocknen lassen

    Bei Verbenen der teuerste Fehler, weil er sichtbar bleibt. Vergilbte und braun abgestorbene Blätter kommen nach dem Gießen nicht wieder. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, gerade an heißen Tagen und vor dem Urlaub.

  2. Zu dicht pflanzen und über das Laub gießen

    Beides zusammen ergibt Mehltau, den weißen mehligen Belag auf den Blättern. Lassen Sie Abstand zwischen den Pflanzen, gießen Sie an die Erde und wenn nötig morgens, damit die Blätter tagsüber abtrocknen.

  3. Verblühtes stehen lassen

    Braune Dolden sehen nicht nur unschön aus, sie bremsen auch die Nachblüte. Schneiden Sie sie regelmäßig ab, das kostet zwei Minuten pro Woche.

Sorten aus unserer Gärtnerei

Wir kultivieren Verbenen in kompakten und hängenden Sorten, von Weiß und Lavendel über Pink bis zu tiefem Rot, einfarbig und mit Auge.

Sortenfotos: Dümmen Orange, Selecta One, Florensis und Royal Van Zanten. Einzelheiten unter Bildnachweise.

So wächst diese Pflanze auf

Unsere Pflanzen entstehen aus bewurzelten Stecklingen, die wir in Kerken-Rahm eintopfen und bis zur Blüte begleiten. Je nach Topfgröße und Jahreszeit vergehen dabei acht bis zwölf Wochen.

Produziert werden sie von der Gartenbau Welzel eGbR, einem Familienbetrieb in dritter Generation. Wenn Sie sehen möchten, wie das im Gewächshaus aussieht: Einblicke in die Gärtnerei.

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