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Niederrhein Gärtner

Frühlingsblüher

Primel, Bellis und Hornveilchen

Primeln, Tausendschön und Hornveilchen sind die ersten Pflanzen des Jahres, die wieder Farbe auf Balkon und Grab bringen. Sie kommen im Februar in den Handel, wenn draußen noch wenig los ist, und blühen bis in den Mai.

Die drei werden fast gleich gepflegt und lassen sich gut miteinander kombinieren. Eines haben sie gemeinsam, und darin unterscheiden sie sich von allen Sommerblühern: Sie mögen es kühl. Wärme ist ihr größter Feind, nicht Kälte.

Bepflanzter Topf mit violetter Primel, Hornveilchen und weißem Duftsteinrich

Fertig bepflanzte Frühlingsschale mit Primel, Hornveilchen und Duftsteinrich.

Standort
Sonnig bis halbschattig, kühl
Blütezeit
Februar bis Mai
Wuchs
Kompakt, 10 bis 25 cm
Gießen
Gleichmäßig, morgens, nie bei Frost
Düngen
Sparsam, alle drei bis vier Wochen
Ausputzen
Verlängert die Blüte deutlich
Frost
Leichte Minusgrade werden vertragen
Hinweis
Primeln können die Haut reizen

Die ersten Tage nach dem Kauf

Die Pflanzen kommen aus dem Gewächshaus und sind noch nicht an Wind und Kälte gewöhnt, auch wenn sie kühl kultiviert wurden. Stellen Sie sie deshalb in den ersten Tagen bei angekündigtem starken Frost geschützt an die Hauswand oder decken Sie sie abends mit Vlies ab.

Nach ein bis zwei Wochen sind sie abgehärtet und vertragen leichte Minusgrade ohne Weiteres. Bellis und Hornveilchen stecken sogar deutliche Fröste weg.

Der richtige Platz

Draußen sonnig bis halbschattig, im Februar und März ist die Sonne noch schwach genug, dass ein voller Sonnenplatz kein Problem darstellt.

Im Zimmer wird es schwierig. Bei zwanzig Grad ist eine Primel nach wenigen Tagen verblüht. Wenn Sie sie drinnen aufstellen möchten, wählen Sie den kühlsten hellen Platz im Haus, ideal sind zehn bis fünfzehn Grad, und stellen Sie sie nachts nach draußen oder in einen kalten Raum.

Gießen

Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, ohne sie nass zu halten. Der Bedarf ist im Frühjahr geringer als im Sommer, aber die kleinen Töpfe trocknen an sonnigen Märztagen schneller aus als gedacht.

Nicht bei Frost gießen. Gießen Sie morgens, damit das Wasser bis zum Abend abgelaufen ist. Wasser, das nachts im Topf gefriert, sprengt die Wurzeln, und gegossene Blätter erfrieren leichter. Auf gefrorene Erde gehört gar kein Wasser, dort läuft es ohnehin nur ab.

Düngen

Sehr sparsam. Frisch gekaufte Pflanzen brauchen mehrere Wochen gar nichts, danach reicht eine schwache Düngergabe alle drei bis vier Wochen.

Zu viel Dünger führt zu weichen, langen Trieben, die bei Frost als Erste Schaden nehmen.

Ausputzen

Bei Hornveilchen und Stiefmütterchen ist das der Handgriff mit dem größten Effekt. Wer verblühte Blüten samt Stiel regelmäßig auszupft, verlängert die Blütezeit um Wochen, weil die Pflanze keine Samen ansetzt.

Bei Primeln und Bellis entfernen Sie ebenfalls Verblühtes, dort geht es vor allem um das Erscheinungsbild und darum, dass nichts fault.

Fertig bepflanzte Frühlingsschalen

Viele unserer Frühlingsblüher kommen als fertige Kombination aus drei Pflanzen in einem Topf. Neben Primel, Hornveilchen und Tausendschön stecken darin oft auch Steinbrech mit seinen kleinen Sternblüten und Duftsteinrich, der die Ränder überhängt.

Gepflegt werden diese Schalen wie eine einzelne Pflanze, mit einem Unterschied: Drei Pflanzen auf engem Raum trocknen schneller aus. Prüfen Sie an sonnigen Märztagen täglich mit dem Finger.

Wenn eine der drei früher abblüht als die anderen, schneiden Sie sie einfach zurück. Die Nachbarn füllen die Lücke innerhalb weniger Wochen.

Nach der Blüte

Vieles davon muss nicht auf den Kompost. Kissenprimeln und Tausendschön sind mehrjährig und können nach der Blüte ins Beet gepflanzt werden, wo sie im nächsten Frühjahr wiederkommen.

Hornveilchen säen sich gern selbst aus und tauchen in den Folgejahren an überraschenden Stellen wieder auf. Wer das nicht möchte, entfernt die Samenstände rechtzeitig.

Ein halbschattiger Platz mit humoser, nicht zu trockener Erde ist für alle drei der richtige.

Zur Verträglichkeit

Primeln können bei empfindlichen Menschen Hautreizungen auslösen. Am bekanntesten ist das von der Becherprimel, einer Zimmerprimel, die deutlich stärker reizt als die im Freien verwendeten Kissenprimeln.

Wer beim Umgang mit Primeln zu geröteter Haut neigt, arbeitet am besten mit Handschuhen.

Die drei häufigsten Fehler

  1. Im warmen Zimmer aufstellen

    Der häufigste Grund für Primeln, die nach einer Woche vorbei sind. Diese Pflanzen wollen es kühl. Zehn bis fünfzehn Grad verlängern die Blüte um ein Vielfaches gegenüber einem Platz im geheizten Wohnzimmer.

  2. Bei Frost gießen

    Gefrierendes Wasser im Topf schädigt die Wurzeln, und nasse Blätter erfrieren leichter. Gießen Sie morgens an frostfreien Tagen, dann ist bis zum Abend alles abgelaufen.

  3. Direkt nach dem Kauf ungeschützt in den Frost

    Die Pflanzen kommen aus dem Gewächshaus und brauchen ein bis zwei Wochen, um sich anzupassen. In dieser Zeit bei starkem Frost abends mit Vlies abdecken oder an die Hauswand rücken.

Kombinationen aus unserer Gärtnerei

Neben den fertig bepflanzten Schalen führen wir Primeln, Tausendschön und Hornveilchen auch einzeln im Topf, in wechselnden Farben.

Sortenfotos: Dümmen Orange, Selecta One, Florensis und Royal Van Zanten. Einzelheiten unter Bildnachweise.

So wächst diese Pflanze auf

Unsere Frühlingsblüher wachsen über den Winter in Kerken-Rahm heran, damit sie im Februar und März fertig sind. Sie werden bewusst kühl kultiviert, denn nur dann sind die Pflanzen kompakt und halten draußen etwas aus.

Produziert werden sie von der Gartenbau Welzel eGbR, einem Familienbetrieb in dritter Generation. Wenn Sie sehen möchten, wie das im Gewächshaus aussieht: Einblicke in die Gärtnerei.

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