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Niederrhein Gärtner

Fächerblume

Scaevola aemula

Die Fächerblume fällt sofort auf: Ihre Blüten sind halbiert, alle fünf Blütenblätter zeigen nach unten und bilden einen kleinen Fächer. Sie stammt aus Australien und bringt von dort eine angenehme Eigenschaft mit, nämlich eine gewisse Gelassenheit gegenüber Trockenheit.

Für Balkonkästen ist sie eine der dankbarsten Pflanzen überhaupt: Sie blüht von Mai bis Oktober durch, reinigt sich selbst und muss nicht geschnitten werden. Zwei Dinge braucht sie dafür: an heißen Tagen reichlich Wasser und möglichst weiches Gießwasser.

Fertig bepflanzte Ampel mit blauen Fächerblumen

Die Blüten sind nur auf einer Seite ausgebildet und bilden einen kleinen Fächer, daher der Name.

Standort
Sonnig bis halbschattig
Blütezeit
Mai bis Oktober
Wuchs
Überhängend bis buschig, 30 bis 40 cm
Gießen
Regelmäßig, am besten Regenwasser
Düngen
Wöchentlich flüssig
Ausputzen
Nicht nötig, reinigt sich selbst
Winterhart
Nein, verträgt keinen Frost
Hinweis
Nicht zum Verzehr geeignet

Der richtige Platz

Sonnig ist am besten, halbschattig geht auch. In voller Sonne wächst die Pflanze kompakter und blüht dichter, im Halbschatten bleibt sie lockerer.

Weil die Triebe recht stabil sind, verträgt die Fächerblume auch einen windigeren Platz als Zauberglöckchen oder Petunien. Für eine frei hängende Ampel auf dem Balkon ist sie deshalb eine gute Wahl.

Gießen

Gleichmäßig feucht, aber nicht nass. An heißen Sommertagen braucht ein sonnig stehender Kasten täglich Wasser, der Bedarf wird oft unterschätzt. Dauerhafte Nässe quittiert die Pflanze dagegen mit Wurzelfäule, ein guter Wasserabzug ist deshalb Pflicht.

Kalk ist ihr Problem. Wie das Zauberglöckchen braucht die Fächerblume einen leicht sauren Boden. Bei hartem Leitungswasser vergilben die jungen Blätter, während die Blattadern grün bleiben. Regenwasser und ein eisenhaltiger Dünger beheben das zuverlässig.

Düngen

Einmal wöchentlich Flüssigdünger oder ein Langzeitdünger beim Pflanzen. Der Bedarf liegt etwa auf dem Niveau einer Verbene, also deutlich unter dem einer Petunie.

Bei Eisenmangel greifen Sie zu einem Dünger mit Eisenanteil, wie er auch für Hortensien angeboten wird.

Ausputzen und Rückschnitt

Nichts zu tun. Die Fächerblume ist selbstreinigend und behält von allein ihre Form.

Nur wenn einzelne Triebe im Hochsommer sehr lang werden, können Sie sie einkürzen. Die Pflanze verzweigt danach willig neu.

Schön kombinieren

Das Blau und Violett der Fächerblume passt hervorragend zu Gelb und Weiß. Zweizahn, weiße Zauberglöckchen und gelbe Sorten ergeben zusammen ein leuchtendes Bild.

Weil sie ähnliche Ansprüche an Wasser und Boden hat wie Calibrachoa, funktionieren gemeinsame Kästen mit dieser Gattung besonders gut.

Wenn die Saison endet

Die Fächerblume wird einjährig gehalten und endet mit dem ersten Frost. Ein Überwintern ist grundsätzlich möglich, lohnt sich aber selten.

Alte Erde auf den Kompost, Gefäße auswaschen.

Die drei häufigsten Fehler

  1. Hartes Leitungswasser über Wochen

    Die jungen Blätter werden hell, die Adern bleiben grün. Das ist Eisenmangel durch einen zu hohen pH-Wert im Topf. Regenwasser verwenden und einen eisenhaltigen Dünger geben.

  2. Im Übertopf stehen lassen

    Die Fächerblume trinkt im Sommer viel, verträgt aber keine dauerhaft nassen Wurzeln. Beides zusammen geht nur mit gutem Wasserabzug. Gießen Sie durchdringend und schütten Sie weg, was sich nach zehn Minuten unten gesammelt hat.

  3. Zu wenig Licht

    An einem schattigen Platz werden die Triebe lang und die Blüte spärlich. Für Schattenlagen ist die Hängebegonie die passendere Pflanze.

Sorten aus unserer Gärtnerei

Wir kultivieren Fächerblumen in Blau, Violett, Rosa und Weiß, als Einzelpflanze im Topf und als fertig bepflanzte Ampel, einfarbig oder in Kombination mehrerer Farben.

Sortenfotos: Dümmen Orange, Selecta One, Florensis und Royal Van Zanten. Einzelheiten unter Bildnachweise.

So wächst diese Pflanze auf

Unsere Pflanzen entstehen aus bewurzelten Stecklingen, die wir in Kerken-Rahm eintopfen und bis zur Blüte begleiten. Je nach Topfgröße und Jahreszeit vergehen dabei acht bis zwölf Wochen.

Produziert werden sie von der Gartenbau Welzel eGbR, einem Familienbetrieb in dritter Generation. Wenn Sie sehen möchten, wie das im Gewächshaus aussieht: Einblicke in die Gärtnerei.

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